15. 05. 2021

Israelische Flagge auf österreichischen Regierungsgebäuden?

Angesichts der monströsen Verbrechen an jüdischen Menschen im Nationalsozialismus ist zweifellos eine Zurückhaltung in Deutschland und Österreich gegenüber der Politik Israels geboten. Den Deutschen und Österreichern steht es einfach nicht zu, die ersten und lautesten Kritiker Israels zu sein.

Das ändert aber nichts daran, dass Israel seit Jahrzehnten eine völkerrechtlich illegitime, gewaltsame Besatzungspolitik im Westjordanland und in Ostjerusalem betreibt. Es ändert nichts am fortschreitenden Landraub an den Palästinensern und den tausend gezielten Demütigungen der Palästinenser, wie etwa der aktuell geplanten Vertreibung palästinensischer Familien aus Häusern in Ostjerusalem.

Die extremistischen Führer auf beiden Seiten haben ihre Völker in Geiselhaft genommen und treiben sie in einen immer auswegloseren Konflikt. Auf beiden Seiten werden dazu die jeweiligen Religionen missbraucht und bilden religiöse Fundamentalisten die Speerspitze des Wegs in den gewalttägigen Abgrund.

Das aktuelle Hissen der israelischen Fahne auf österreichischen Regierungsgebäuden zeigt keine „Solidarität gegen den Terror“. Es ist ein unnötiges, einseitiges Parteiergreifen für eine ganz schlechte, gewalttätige Politik. Bestärkt werden damit Politiker, die keine friedlichen Lösungen suchen, sondern die von den Palästinensern Unterwerfung und einseitigen Verzicht verlangen. Die Regierung des neutralen Österreich erweist den Menschen in der Region damit einen ganz schlechten Dienst.

 

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15. 05. 2021

Wer erwischt wird, ist ein Opfer

Kumpaneien, Seilschaften, „Familien“, der Missbrauch der politischen Macht für parteipolitische Postenbesetzungen, die Überschreitung der Grenzen zwischen Parteien und Staat, die systematische Diskriminierung guter Leute außerhalb von Parteien und politischen „Familien“, usw. ist – nicht nur! – für Bundeskanzler Sebastian Kurz etwas ganz Normales. In schlechter österreichischer Tradition fühlt er sich dazu absolut legitimiert. Immer, wenn Politiker - aller Parteien! - in Österreich bei solchen Übungen erwischt werden, reden sie Blech, die üblichen Floskeln und lügen dreist in die Kameras. Sie haben dabei genau Null Unrechtsbewusstsein, Sebastian Kurz natürlich auch nicht. In seiner Welt fühlt er sich daher vollkommen unschuldig. Man kann doch nicht in einem Untersuchungsausschuss einfach sagen, das stimmt, was glasklar aus den bekannt gewordenen Chats im Umfeld von Kurz, Finanzminister Gernot Blümel und dem unsäglichen Herrn Schmid hervorgeht. Man hat das Recht zu schwurbeln. Und wer erwischt wird, ist ein Opfer!

 

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10. 5. 2021

Guten Morgen!

 

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6. 5. 2021

Wieder zwei Frauenmorde in Österreich.

Das Umfeld ist tief und weit und groß...

 

- Bis 1992 gab es in Österreich den Begriff Vergewaltigung in der Ehe rechtlich gar nicht. Erst seit 2004 ist Vergewaltigung in der Ehe ein Offizialdelikt.

- Erst 1974 wurde in Österreich die Anwendung von körperlicher Gewalt an Schulkindern verboten.

- Erst 1989 wurde in Österreich das Gewaltverbot in der häuslichen Erziehung explizit festgeschrieben.

- Generationen von Eltern und PädagogInnen wurden in Österreich bis in die 1960er Jahre mit einer expliziten Legitimation oder sogar mit einer Verherrlichung von Gewalt in der Erziehung geprägt.

- Die „gesunde Watschn“ hat immer noch AnhängerInnen.

- Die Daten sind diffus und immer nur Annäherungen, aber ExpertInnen gehen davon aus, dass in den Industrieländern jedes zehnte Kind Opfer von Gewalt und/oder Missbrauch wird.

- Es gibt Milieus in denen Gewalt vollkommen unreflektiert gut geheißen wird. Zahllose Einträge auf rechten und rechtsextreme Seiten im Netz etwa strotzen vor Gewalt- und Vergewaltigungsphantasien gegen politische Gegner, Flüchtlinge, Frauen und Mädchen wie etwa der Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg.

- Die Aufrüstung auf den Straßen mit immer mehr Größe, Gewicht, PS, Geschwindigkeit und einer zunehmend militärisch-wuchtigen Ästhetik vieler Fahrzeuge ist eine Adaption des „Rechtes des Stärkeren“ in den Alltag und explizit gewalttätig.

- Strukturelle wirtschaftliche Gewalt wird global als normal und legitim erlebt.

- Die gewaltsame Lösung von Konflikten in Form von militärischer und/oder polizeilicher Gewalt wird global als normal und legitim erlebt.

- In der so genannten „Traditionspflege“ wird militärische Gewalt bis heute verharmlost, heroisiert und legitimiert.

- Und private Waffen, falsche Männerbilder, verrückte patriarchale Besitz- und Ehrbegriffe,...

- Es gibt noch viel zu tun.

 

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6. 5. 2021

„Endlich frei“ zur Naturzerstörung

"Freiheit"????

Weltweit werden Milliarden zur Schaffung falscher, zerstörerischer und letztlich gewalttätiger Bilder von „Freiheit“ oder „gutem Leben“ in den Köpfen und Herzen der Menschen ausgegeben.

Es ist nur ein kleines Beispiel unter tausenden. Aber so wirbt heute etwa:

„BMW Motorrad Deutschland. Vier Jahrzehnte und noch lange nicht genug Mit der neuen BMW R 1250 GS entscheidest Du über dein nächstes Ziel und wie Du dieses erreichen möchtest…"

 

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5. 5. 2021

Es braucht ernsthafte Reformen für Nachhaltigkeit. Endlich.