20. 9. 2021

Gelungene Renaturierungen

Mit zahlreichen Renaturierungsmaßnahmen wie der Entfernung von Uferbefestigungen, der Schaffung von Buchten, Mäandern, Schotterbänken und Inseln, Verbreiterungen, etc. haben die KärntnerInnen auf der Oberen Drau echt etwas zusammengebracht. Der überregulierte, begradigte Kanal ist einem Fluss wieder viel ähnlicher geworden.

Schön zum genusspaddeln!

 

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Friedrich Merz vom „Team Laschet“ tritt vehement gegen den „Green New Deal“ der EU-Kommission auf!

Gegen die Berücksichtigung der Umwelt- und Klimabelastung von Importprodukten!

 

Nur mit einer Berücksichtigung des umwelt- und klimaschädlichen Rucksacks von Produkten können der Welthandel und die Globalisierung umweltfreundlicher werden. Es ist daher sehr unterstützenswert, dass die EU-Kommission als einen zentralen Bestandteil ihres „Green New Deals“ eine „Carbon Border Tax“ in dieses Vorhaben aufgenommen hat. Mit einer Einfuhrsteuer auf den CO2-Rucksack von Importgütern in die EU soll endlich die Klimabelastung bei der Produktion dieser Güter berücksichtigt werden. Es ist ja tatsächlich absurd, wenn Produktionen wegen Umweltauflagen aus der EU hinaus verlegt, die andernorts umweltschädlich produzierten Produkte dann aber postwendend wieder in die EU „billig“ importiert werden. Mit der „Carbon Border Tax“ soll das erstmals berücksichtigt werden.

Was tut aber der „Wirtschafts- und Steuersprecher“ Friedrich Merz im Team des CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet? Er will sich als Speerspitze gegen den Green New Deal und vor allem die Carbon Border Tax profilieren. Er schlägt mit neoliberalen Ladenhütern wild um sich und kritisiert auch seine „Parteifreundin“, die Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen.

Merz wird übrigens bereits als Kandidat für die Übernahme des CDU-Chefpostens gehandelt, sollte Armin Laschet nach einer Niederlage bei der Bundestagswahl zurücktreten müssen.

 

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13. 9. 2021

Nehmt Euch ein Herz und geht Impfen!

Jeder Eingriff des Menschen in die Natur hat eine oder mehrere beabsichtigte, beobachtbare, erwünschte oder nicht erwünschte Folgen. Gerne schauen wir auf die erwünschten Folgen und vernachlässigen die unerwünschten, die häufig später, langsamer und schleichender eintreten.

Das trifft auf jedes Medikament, jedes Pflanzen“schutz“mittel, jedes Unkraut“vernichtungs“mittel, fast jedes neue technische Verfahren, auf elektromagnetische Felder und Strahlen, auf Radioaktivität, jede Operation, jede Narkose, jede Impfung, jede Spritze und tausende andere Stoffe und Eingriffe zu, die die Entwicklung der Menschheit positiv wie negativ begleiten. Wir leben mit zehntausenden naturfremden Substanzen im Wirtschaftskreislauf. Zudem erlebt und erleidet die Menschheit seit ihrer Entstehung, dass auch „natürliche“ Stoffe und Abläufe gefährlich, giftig oder tödlich sein können. Pest, Pocken, Cholera, Kinderlähmung, Erdbeben, Blitzschlag und Orkane sind schließlich alle echt bio.

 

Die Abwägung kann nicht so schwerfallen!

Die Anwendung neuer Substanzen oder Verfahren ist immer (!) eine Frage der Abwägung. Vorsicht, Kontrolle, Beobachtung und Transparenz sind dabei immer (!) am Platz. Genau das ist aber bei den Corona-Impfungen in unvergleichlich höherem Maße der Fall als bei tausenden anderen Substanzen, mit denen wir viel bedenkenloser umgehen. Hunderte Millionen Anwendungen stehen unter Beobachtung der Geimpften und der Öffentlichkeit, sie stehen unter wissenschaftlicher Begleitung und weltweiter behördlicher Kontrolle. Die Wirkung ist eindeutig belegt. Nebenwirkungen gibt es, sie werden veröffentlicht, öffentlich diskutiert und sind Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Gibt es in der Medizingeschichte eine andere Entwicklung, die vergleichbar unter so intensiver und vielfältiger globaler Kontrolle vor sich gegangen ist? Der wissenschaftliche und medizinische Konsens fällt dabei insgesamt eindeutig positiv aus.

Auf der anderen Seite stehen Millionen Tote, furchtbares Leiden, massenhafte gesundheitliche Folgeschäden, wirtschaftliche Einbußen, isolierte Menschen, Kinder ohne Schulen, und ein Virus, das frei immer andere und möglicherweise gefährlichere Mutationen entwickeln kann. Jetzt in diesem Moment ringen tausende Menschen auf dieser Welt in Todesangst verzweifelt um ein bisschen Atemluft.

Die Abwägung kann nicht so schwerfallen. Impfen! Nehmt Euch ein Herz, und geht hin!

 

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11. 9. 2021

Rad-Demo in Salzburg

Endlich Vorrang für das(!) innerstädtische Verkehrsmittel!

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10. 9. 2021

Grandios der Glockner, aber …

Gestern nach längerer Pause das Prachtwetter wieder einmal für eine Radtour auf der Glocknerstraße genutzt. Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis am frühen Morgen die grandiosen Ausblicke und den sanften Anstieg durch die alpinen Vegetationsstufen zu erleben.

Sehr früh sollte man dran sein. Am besten im Morgengrauen starten. Ab 9.00 Uhr nimmt der Auto- und Motorradverkehr, der Gestank und der Lärm stark zu, ab ca. 9.30 Uhr kommt man unter die Räder. Leider nimmt es der Straßenbetreiber, die Großglockner Hochalpenstraßen AG, hin, dass ein Teil der Besucher die Prachtstraße in den Nationalpark Hohe Tauern als Protz- und Rennstrecke missbrauchen.

 

Quietschende Bremsen am frühen Morgen

Die Glocknerstraße wird auch intensiv von Autokonzernen für Bremstests und von Motorrad-Organisationen für-"Sicherheitstrainings" benutzt. Die GROHAG ist stolz darauf und fördert das sogar. Die Praxis: Schon am frühen Morgen radieren irgendwelche Boliden mit Höllentempo durch die stille Natur und veranstalten laut quietschend ihre Bremsmanöver. Ich habe das gestern selbst erlebt. Das passt harmonisch in Bild und Image einer Hochgebirgsstraße in das Herz eines Nationalparks. Oder? Es weht der Geist des unschuldigen beginnenden Automobilzeitalters der 1950er und 60iger Jahre. Aber, werte Politiker im GROHAG-Aufsichtsrat (Vorsitzender ist Salzburgs Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer), wir schreiben das Jahr 2021...

Die Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG) ist im Besitz der Republik Österreich sowie der Bundesländer Salzburg und Kärnten.

 

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7. 9. 2021

Ein doppelt so hoher Radverkehrsanteil wäre locker möglich!

Die Stadt Münster in Nordrhein-Westfalen hat mit 39 Prozent einen fast doppelt so hohen Radverkehrsanteil als Salzburg mit 21 Prozent. Dabei hätte Salzburg als kleinere Stadt sogar bessere Voraussetzungen. Salzburg hat eine Fläche von 65,68 km2, Münster von 303,28 km2.

Der Unterschied ist die Politik. Die Stadt Münster hat sich für die Verkehrswende entschieden, während Salzburg mit einer ambitionslosen Stadtpolitik und einem rückständigen Autobürgermeister in die Vergangenheit grundelt.

Unsere Stadtpolitik braucht einen ordentlichen Schubs. Deshalb bin ich am Samstag bei der Radverkehrsdemo dabei.

Liebe Leute, bitte teilt den Termin, kommt hin und nehmt Eure FreundInnen und Bekannten mit.

 

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4. 9. 2021

Formel I Rennen in den Nordseedünen. Endlich Proteste!

Es gibt tatsächlich immer noch Leute, die zu Autorennen pilgern und dort Lärm, Emissionen, Tempowahn und falsche Vorbilder bejubeln. Morgen Sonntag findet wieder so ein Event statt, und zwar in den Nordseedünen von Zandvoort in den Niederlanden am Rande eines Naturschutzgebietes.

Es ist toll, dass es dort ein paar mutige Anwohner und Aktivisten gibt, die mit einer Fahrraddemonstration gegen diesen Wahnsinn und gegen die Wirtschafts-Supermacht Formel I protestieren.

Viel Glück und vielen Dank nach Zandvoort!

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2. 9. 2021

Ein Tiroler Triumph an der Ruhr oder „Mein erstes Mal“ im Kajak.

Die Salzburger Straßenzeitung „Apropos“ fragt für jede Ausgabe eine/n AutorIn nach einem „Ersten Mal“. Meiner Erinnerung nach, hat sich noch niemand getraut über „das“ erste Mal zu schreiben. Ich natürlich auch nicht...

 

Mehr in "Apropos - Die Salzburger Straßenzeitung", September 2021

 

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1. Sept. 2021

Höhere Strafen für Raser. Die Übermotorisierung bleibt ausgeblendet.

Ab heute treten in Österreich höhere Strafen für Auto-Raser in Kraft. Das ist gut. Ausreichend sind sie nicht. Insbesondere die Führerschein-Abnahmen vor Ort und die Beschlagnahmung von Autos, immer, wenn sie als potentiell tödliche Waffen verwendet werden, bleiben notwendig.

Vollkommen außen vor bleibt leider der Anteil der Autoindustrie. Mit ihrer gezielten Strategie der Übermotorisierung, die mittlerweile von allen Erfordernissen der Mobilität vollkommen losgelöst ist, werden primitive, labile Menschen, Protzer, Ellbogencharaktere und Menschen in Ausnahmesituationen zum Rasen verführt.

Das darf nicht länger ausgeblendet werden. Kein Mensch braucht in Österreich und Europa so schwere und so PS-starke Autos, wie sie uns mittlerweile an jeder Straßenecke belästigen.

 

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30. 8. 2021

11. 9. 14.00 Uhr, große Salzburger Fahraddemo. Ich bin dabei!

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

bitte reserviert Euch diesen Termin. Diese Demo soll ein deutliches Zeichen setzen. Das kleine Salzburg hat ideale Voraussetzungen für eine moderne, lebenswerte Stadt mit einem viel höheren Anteil des Fahrrades am Verkehr.

Das kann gelingen, mit …

- mehr Platz in der ganzen Stadt für das Fahrrad

- mehr und breiteren Radwegen

- schnellen Radwegen in die Umlandgemeinden

- mehr Sicherheit für RadfahrerInnen auf allen (!) Straßen in der Stadt

- einer Neuaufteilung des vorhandenen Straßenraums zu Gunsten des Fahrrads

- mehr Förderung von Lastenrädern und Radanhängern

- mehr Beratung über Allwetter-Ausrüstung

- mehr überdachten Rad-Abstellplätzen und Radgaragen.

- weniger Autolobby

- mehr Radlobby

- mehr Geld für das Rad

- weniger Geld für das Auto

- weniger PS- und Tempowahn

- jedem/r von uns.

 

Und ohne einem Auto-Bürgermeister!

 

 

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22. 8. 2021

Islamismus stoppen!

Ich würde mich freuen, wenn es bei den aktuellen Kundgebungen zu Afghanistan neben den Protestschildern „Abschiebung stoppen“ auch Schilder mit der Forderung „Islamismus stoppen“ geben würde. Und eine politische Debatte darüber!

 

Foto Corn, Der Standard, 20. 8. 2021

 

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20. 8. 2021

Aber unsere Flüsse...

... sind schön.

 

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19. 8. 2021

Ein „Stalingrad“ des „Westens“!

Der „Westen“, das sind ja nicht nur hirnlose Nato-Militärs, überschätzte Geheimdienste, eigennützige Geschäftemacher und dumme US-Präsidenten. Der Westen steht auch für die Menschenrechte. Ja, in Afghanistan wurde vom „Westen“ – mit allen Einschränkungen - auch für Frauen- und Kinderrechte und für ein besseres Leben gekämpft! Gegen Männer, die Bomben in Schulen und auf Marktplätzen zündeten, die Menschen aus Bussen holten und ermordeten. Gegen Männer, die mit rücksichtsloser Gewalt, religiöser Verbrämung und stupidem Sendungsbewusstsein für ihr letztes armseliges Privileg, über die andere Hälfte der Menschheit zu herrschen, kämpfen.

Diese Männer haben gesiegt. Der „Westen“ hat sein Gesicht verloren. Die Botschaft aus Afghanistan an alle Dschihadisten auf der Welt lautet: Der „Westen“ mit all seinem Geld und all seiner Waffentechnik ist besiegbar. Er kann kurzfristig erfolgreich „intervenieren“, aber er hat nirgendwo ein taugliches politisches Konzept für die Zeit nach seinen militärischen Erfolgen im Marschgepäck. Er wird sich nach dieser Schmach jede militärische Intervention in Hinkunft noch besser überlegen.

 

Kein Verlass

Die schlimmste aller Botschaften aber ist: Auf den „Westen“ ist kein Verlass. Er lässt seine Verbündeten, seine MitarbeiterInnen und alle, die an ihn geglaubt haben, im Stich.

Das wird nachwirken.

In Österreich wird die afghanische Tragödie auf die jeweiligen bekannten Haltungen gegenüber Flüchtlingen verkürzt. Jede Großzügigkeit ist unterstützenswert. Aber es geht bei diesem Stalingrad des Westens nicht nur um hunderttausend Flüchtlinge, es geht um 40 Millionen AfghanInnen. Es geht um globale Weichenstellungen. Es geht um die Haltung Österreichs zur Nato, um eine aktive Friedens- und Außenpolitik. Es geht um religiösen Extremismus und die Frage, wie dieser zu bekämpfen ist. Es ginge um Glaubwürdigkeit. Zum Beispiel, dass gegenüber Saudi-Arabien alle Augen vor islamistischen Exzessen und dem Export von Islamismus zugedrückt werden, nur weil diese Dynastie ein angeblicher „Verbündeter“ des „Westens“ ist...

 

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17. 08. 2021

Schweigen zu Afghanistan?

Mich hätte interessiert, was die „Islamische Glaubensgemeinschaft“ als anerkannte offizielle Vertretung der Muslime in Österreich zur Machtübernahme radikaler Islamisten in Afghanistan zu sagen hat. Unter „Aktuelles“ finde ich auf der Homepage https://www.derislam.at/aktuelles/presseaussendungen/ nichts dazu. Das gefällt mir gar nicht.

 

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15. 8. 2021

Die Klimasünder und das Medienkapital

Aus gegebenem Anlass

 

Die Salzburger Nachrichten vom 14. 8. 21 berichten informativ über die besonders schleppende und skandalöse Klimapolitik der konservativen australischen Regierungen seit 2013. Australien ist national wie auch international einer der größten Bremser gegen eine Reduktion der Treibhausgase.

Warum? Kohle ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Australien. Das ist ein objektive Grund. Der Hauptgrund aber, über den die SN nicht berichten, ist, dass der ultrareaktionäre Medienmogul Rupert Murdoch die politische Meinungsbildung im Land dominiert. „Ihm gehören einige der populärsten Zeitungen: der landesweit verbreitete Australian und regionale Blätter wie Daily Telegraph, Herald Sun, Courier Mail und Adelaide Advertiser. Dazu kommen die TV-Sender Sky News und Foxtel“, schreibt die Süddeutsche Zeitung vom 17. 1. 2020.

Robert Murdoch ist ein neoliberaler Klimawandel-Leugner, sein globales Medienimperium lässt weltweit Politik und Politiker nach seiner Pfeife tanzen. Murdoch hat 2013 die besonders aggressiv gegen Umweltschutz auftretenden Konservativen in Australien zurück an die Macht schreiben lassen.

Australien ist ein Extremfall. Aber es sind in der westlichen Welt jeweils nur ein paar private Medienkonzerne und Unternehmen, die die globale, nationale und regionale politische Meinungsbildung dominieren. Damit hat sich unsere Politik abgefunden, respektive will sie das so. Die BürgerInnen wurden daran gewöhnt

Die Macht des privaten Medienkapitals ist viel zu groß und ein Hauptgrund dafür, dass unsere Gesellschaften nicht in der Lage sind, auf die offensichtlichen ökologischen und sozialen Herausforderung adäquat zu reagieren.

Die gesellschaftliche Kommunikation und politische Willensbildung müssen demokratisiert werden!

 

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14. 8. 2021

Viel Platz für die "Wortkeulen"

Die Furche vom 12. August 2021 räumt der Rezension von Hans Holzinger über meine "Wortkeulen" viel Platz ein. Das freut mich sehr.

Vielen Dank!

 

 

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12. 8. 2021

Das ORF-Gesetz und die türkis-grüne Realität

„Des woa imma scho so..." oder wogegen die Grünen einst gegründet wurden.

 

Das ORF Gesetz…

 § 27. Stellenausschreibung

„(1) Sämtliche Stellen im Österreichischen Rundfunk … sind neben der internen Ausschreibung durch Verlautbarung im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ öffentlich auszuschreiben, soweit es sich nicht um untergeordnete Dienstleistungen handelt.

(2) Bei der Auswahl von Bewerbern um eine ausgeschriebene Stelle sowie bei der Beförderung von Dienstnehmern ist in erster Linie die fachliche Eignung zu berücksichtigen.“

 

… und die türkis-grüne Realität

Über die vier neuen Direktoren-Posten, die noch nicht einmal ausgeschrieben sind, und für deren Bestellung laut ORF-Gesetz „in erster Linie die fachliche Eignung zu berücksichtigen“ ist, wurde schon vor der Wahl des Generaldirektors mit der Ergebnis verhandelt, dass die Grünen bei der Bestellung von zwei von vier künftigen ORF-Direktoren ein „Mitspracherecht“ haben. Das bestätigte die grüne Mediensprecherin Eva Blimlinger laut Standard vom 10. August: "Würden die grünen Vertreter bei der Wahl Weißmanns nicht mitgehen, wäre der Einfluss der ÖVP im ORF am Ende größer." So Blimlinger.

Der grüne Stiftungsrat Lothar Lockl und der gewählte neue ORF-Generaldirektor wissen freilich, dass parteipolitische Postenpackeleien im ORF-Gesetz nicht vorgesehen sind. Sie bemühten sich eilig um ein anderes wording und dementierten konkrete Absprachen. Die Kuh ist allerdings aus dem Stall.

Eh gilt das in Österreich als eher kleineres Vergehen. „Des woa immer scho so…“. Stimmt! Aber genau gegen diese Haltungen und Praktiken sind die Grünen einst gegründet worden.

 

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11. 8. 2021

Alternativen zur gegenwärtigen „grünen“ Medien-Politik.

Ansätze gegen die Dominanz des privaten (Medien)Kapitals über die (globale) politische Meinungsbildung

 

Man muss die Grünen ja öfter gegen die fast totalitären Erwartungen an ihre Regierungsbeteiligung verteidigen. Auch schmerzhafte Kompromisse sind angesichts der innenpolitischen Kräfteverhältnisse unvermeidlich.

Die Wahl des ÖVP-Kandidaten als ORF-Generaldirektor durch die grünen Stiftungsräte, die Haltung dahinter und die Begründungen dafür sind aber etwas ganz anderes. Diese haben mit Kompromissen in der gegenwärtigen Koalition nichts zu tun. Das Regierungsprogramm bindet Entscheidungen von ORF-Stiftungsräten nicht. Das ist selbst gewählte, selbst entschiedene und selbst zu verantwortende Politik.

 

Ein paar Fragen

Warum können selbst die demokratischen oder halbwegs demokratischen Gesellschaften nicht adäquat auf die offensichtlichen sozialen und ökologischen Herausforderungen reagieren? Warum geht im Kampf gegen die Klimaänderung so viel wertvolle Zeit verloren? Warum werden die notwendigen sozialen und ökologischen Reformen blockiert? Warum werden Figuren wir Trump, Johnson, Bolsonaro oder Berlusconi gewählt? Warum triftet der in den Gesellschaften vorhandene Unmut nach rechts? Warum verirren sich Millionen Menschen in einen giftigen, zähen Nebel aus Halbwahrheiten, Lügen, Esoterik, Hass, Vorurteilen, Verschwörungstheorien, etc.

Hat das vielleicht auch - nicht nur! – mit der einseitigen Macht und globalen Dominanz des privaten (Medien)-Kapitals über die politische Meinungs- und Willensbildung zu tun? Hat es vielleicht mit dem ideologischen Sperrfeuer des privaten Medienkapitals gegen soziale und ökologische Lösungen unserer Probleme zu tun, dass der immer vorhandene gesellschaftliche Unmut nach rechts geht?

Es ist so.

 

Vier Ansätze

Dagegen nenne ich einmal vier Ansätze einer ökologisch und sozial orientierten Medienpolitik.

1. Die öffentlich-rechtlichen Medien, so kritikwürdig sie konkret und aktuell auch immer sein mögen, schützen und ausbauen. Die Sonderstellung der öffentlich-rechtlichen Medien verteidigen und für die journalistische Unabhängigkeit darin kämpfen.

2. Die nichtkommerziellen, unabhängigen Medien, die Kommunikation von NGOs, sozialen und ökologischen Initiativen, Gewerkschaften, Interessensvertretungen, demokratischen Parteien, umweltfreundlichen Betrieben, Bio-Landwirten, gemeinwohlorientierten Unternehmen, WissenschaftlerInnen, unabhängigen BloggerInnen, kurzum, der aktiven Zivilgesellschaft massiv unterstützen! Das sind die Netzwerke, die ein Gegengewicht zur Herrschaft der privaten Medienkonzerne über die politische Meinungsbildung bilden können.

3. Die offizielle und versteckte Presseförderung so umbauen, dass journalistische Qualität – wenngleich ohnehin fast durchwegs privatkapitalistisch organisiert - und nicht ruchloser Boulevard gefördert wird.

4. Einen öffentlich-rechtlichen EU-Fernsehkanal anstreben, der das genuin Europäische und nicht nur das für die jeweiligen Nationalstaaten Interessante zum Thema hat. Eine gemeinsame Demokratie braucht eine gemeinsame politische Öffentlichkeit. Die europäischen Nationalstaaten haben viele Kompetenzen an die europäischen Institutionen abgegeben. Das schreit nach dem Aufbau einer gemeinsamen politischen Öffentlichkeit. Öffentlich-Rechtlich! Bevor es die privaten Medienkonzerne tun.

 

Hartes Brot...

und dicke Bretter wären das, härter als Verhandlungen über ORF-Direktoren. Und viele Feinde würde man sich machen. Aber notwendig! Die „grüne“ Medienpolitik tut in diesem Sinn nicht nur nichts. Sie treibt nicht nur orientierungslos im Strom der Macht. Die Grünen machen jetzt erstmals aktiv Medienpolitik in die falsche Richtung. Sie beteiligen sich aktiv mit der ÖVP an einer historischen Weichenstellung. Die ÖVP ist ganz klar für eine strukturelle Vermischung des Öffentlich-Rechtlichen mit privaten Medienkonzernen. Der von der ÖVP unterstützte und durchgesetzte Kandidat setzt eindeutige Signale in diese Richtung. Die Grünen argumentieren fast schon wörtlich gleich wie die ÖVP. Wer es nicht glaubt, liest bitte das fürchterliche Interview des grünen ORF-Stiftungsrates Lothar Lockl in den Salzburger Nachrichten vom 15. Juli.

Es wäre gut, wenn ein paar Grüne das ernst nehmen würden, anstatt Kritik und Kritiker zu denunzieren.

 

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10. 8. 2021

Frust von der Seele radeln

Den politischen Frust und die persönliche Enttäuschung des heutigenTages ein bisschen von der Seele geradelt. Einmal Gaisberg wird nicht reichen...

 

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10. 8. 2021

Liebe Grüne,

Heute braucht es Protest!

Die ÖVP will den ORF zu sehr weitgehenden strukturellen Kooperationen mit privaten Medienkonzernen verpflichten. Das wäre der Anfang vom Ende des öffentlich-rechtlichen Auftrages. Es zeichnet sich ab, dass die drei grünen ORF-Stiftungsräte heute den von der ÖVP und Bundeskanzler Kurz gewollten Kandidaten Roland Weißmann zum ORF-Generalintendanten wählen.

Die Wahl Weißmanns durch die grünen ORF-Stiftungsräte wäre der schlimmste Sündenfall der Grünen in dieser Koalition. Dabei ginge es nicht um die „Kompromisse“, die mit 13 Prozent der Stimmen und einer türkis-blauen Mehrheit im Land nachvollziehbar sind. Es gibt auch keine diesbezügliche Festlegung im Regierungsprogramm. Hier ginge es um selbst gewählte Politik. Im Kern würde sich bei einer solchen Wahl ein Politikverständnis zeigen, das in der zunehmenden Dominanz des privaten (Medien)Kapitals über die (globale) politische Meinungsbildung kein gesellschaftliches Problem mehr sieht, und in diesem Strom der Macht halt irgendwie nutzbringend mitschwimmen will. Ein Desaster!

Es braucht heute laute grüne und zivilgesellschaftliche Stimmen, die sagen, dass das nicht ihre Wahl, ihr Konzept und ihr Politikverständnis ist.

 

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8. 8. 2021

Liebe Grüne, stimmt es

was die Wiener Zeitung vom 7. August meldet? Werden die grünen Stiftungsräte am kommenden Dienstag bei der Wahl des ORF-Generaldirektors für den ÖVP-Kandidaten Roland Weißmann stimmen, und damit eine historische Weichenstellung für "Kooperationen" des öffentlich-rechtlichen ORF mit privaten Medienkonzernen einleiten? Stimmt es, dass es dazu bereits "erfolgreiche Verhandlungen" über Personalwünsche gegeben hat?

 

 Wiener Zeitung, 7. 8. 2021

 

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6. 8. 2021

Liebe Grüne,

meint Ihr wirklich,

- dass „österreichisch“ in Hinkunft vor „öffentlich-rechtlich“ stehen soll?

- dass“ österreichisch“ ein schützenswertes mediales Gütesiegel darstellt?

- dass der ORF zu Kooperationen mit Privatmedien gedrängt werden soll?

- dass junge JournalistInnen bei Servus TV und im ORF arbeiten sollen?

- dass es ein „gemeinsames Branchenbewusstsein“ zwischen Falter, Fellner, Krone, ORF, Standard, unabhängigen Medieninitiativen, freien Bloggern, usw. geben soll?

Ich will das nicht glauben.

Wenn nicht, dann verhindert bitte den schlimmsten Sündenfall der Grünen in dieser Koalition!

 

Mit freundlichen Grüßen

Heinrich Breidenbach

 

In einem Gastkommentar in der heutigen Wiener Zeitung führe ich meine Bedenken aus.

www.wienerzeitung.at/meinung/gastkommentare/2115429-Oesterreichisch-vor-oeffentlich-rechtlich.html

 

Der Gleichklang: ÖVP, grüner Stiftungsrat, ÖVP-Kandidat

 

ÖVP: „Vom Konkurrenten zum Partner der Privaten“

 

„Wir wollen Österreich als wettbewerbsfähigen Medienstandort erhalten.“

„Der öffentlich-rechtliche Auftrag ist daher weiterzuentwickeln.“

„Unser Ziel und Anspruch ist es auch in Zukunft, österreichische Identität und österreichische Inhalte sicherzustellen“

„Wir sehen uns mit einem zehn Mal so großen gleichsprachigen Nachbarn konfrontiert – vor allem aber mit multinationalen Online- Giganten wie Facebook und Google, die die tatsächlichen Konkurrenten für unseren heimischen Medienstandort sind.“

„Der ORF muss sich daher vom Konkurrenten zum Partner der Privaten entwickeln. Es braucht ein neues Bewusstsein der Kooperation und des Miteinander, statt der Klein-Klein-Diskussion innerhalb des österreichischen Marktes. Durch die Bündelung der Kräfte auf einer gemeinsamen Plattform sollen österreichische Inhalte von nationaler und regionaler Relevanz im digitalen Raum gestärkt und wettbewerbsfähig gemacht werden.“

 

Aus: Die neue ÖVP, 100 Projekte für Österreich, September 2019

 

 

Grüne: „Neue Kooperationsformen ermöglichen“

 

„Es könnte sein, dass bis Ende 2021 Google, Facebook & Co. in Österreich mehr Werbegelder lukrieren als alle klassischen Medien zusammen. Der Medienstandort ist eine Eisscholle, die in der Mittagshitze schmilzt.“

„Es ist ein Plädoyer für ein starkes Team und für Veränderungswillen. Übrigens auch im Interesse der Privatmedien. Wir brauchen einen starken Medienstandort. Dafür müssen wir weg vom Schrebergartendenken hin zu einem gemeinsamen Branchenbewusstsein. Das war mir in den vergangenen Jahren zu wenig da. Und das würde ich mir auch von einer neuen ORF-Führung erwarten.“

„Auch die ORF-Führung muss neue Partizipationsmöglichkeiten ausloten.“

„Ich hoffe, es kommt zu einem größeren Wurf. Einem der den ORF neue Möglichkeiten einräumt, die Finanzierung nachhaltig absichert und neue Kooperationsformen ermöglicht.“

„Ich denke da auch an junge Kolleginnen und Kollegen: Ein wichtiger Punkt wird sein, diese dazu zu bringen, sich im ORF und bei Privatmedien zu engagieren.“

 

Der von den Grünen entsandte ORF-Stiftungsrat Lothar Lockl in den „Salzburger Nachrichten“ v.15. 7. 21.

 

 

Weißmann: „Medienstandort durch Kooperationen stärken“

 

Als Signal an die Mitbewerber im Medienmarkt kündigt Weißmann (*) zudem an, „den Medienstandort Österreich durch Kooperationen zu stärken“.

Der Standard, 30. Juli 2021

*: Roland Weißmann, ÖVP Kandidat für das Amt des ORF-Generals.

 

 

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3. 8. 2021

Nur so zur Info…

Eine aktuelle Information für unsere neuerdings wieder so aktiven, siebenschlauen Atomstrom-Aposteln, Fossil-Veteranen, Flüsseverbauer, etc...

https://www.dw.com/de/photovoltaik-g%C3%BCnstigster-strom-floating-pv-agri-pv/a-57945237

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1. 8. 2021

Ein Gespräch mit den aktuellen „Plage-News“ 2-2021